Unser Zuchtgedanke...
Das Leben mit Tieren ist verantwortungsvoll: die Gesundheit, die Ernährung, die Zuneigung - all dies begleitet einen durch den Tag. Überlegt man, eine Hündin zu belegen, trägt man zusätzlich die Verantwortung für die Rasse und deren Entwicklung.
Zucht ist nicht verpaaren und vermehren, auch wenn es oft so verstanden wird. Die Auswahl der Elterntiere wird von Überlegungen zur Verbesserung der Rasse geprägt : es soll ein positiver Einfluss auf die Gesundheit, gute und gefestigte Charaktereigenschaften, Bewegungslust und die typischen Gebäudeeigenschaften genommen werden.

Foto: Roman Dachsel
Wir sind Mitglied im Nürnberger Hundeclub und somit in der DKU/EKU. Eine Verbandszugehörigkeit zeigt, dass man sich züchterischen Regeln unterwirft, z.b. die Häufigkeit der Trächtigkeiten, die Wurfabnahme durch einen Zuchtwart oder einem Tierarzt., die Nachvollziebarkeit der Anpaarung.
Ein klarer Blick für die eigenen Hunde ist nötig, um die richtige Auswahl der Rüden zu treffen. Hier reicht nicht nur ein Blick; eine genaue Beobachtung des Rüden ist notwendig, da ja positive Eigenschaften weitergegeben werden sollen.

Foto: Roman Dachsel
Unsere Moppel leben in einem "gesunden Rudel", bestehend aus Alt- und Junghündinnen, einem Deckrüden und einem Kastraten. Alle Hunde nehmen an dem Rudelgeschehen und dem, was im Haus passiert teil.
Wie der Lebensalltag, findet auch die Geburt und die Welpenaufzucht im Haus statt. Die Nähe gibt der trächtigen und werfenden Hündin Sicherheit. Die Welpen erfahren ab der Geburt einen liebevollen Umgang, der ihnen Vertrauen im Umgang mit Menschen gibt. Sie werden so von Anfang an mit dem Menschen groß und sind Teil der Familie. Das Rudel beteiligt sich an der Erziehung der Welpen und nimmt rege an deren Entwicklung teil.
Sobald es das Wetter zuläßt geht es raus in den Garten: hier wird inspiziert und ab und an der Garten auch umgestaltet:

Foto: Roman Dachsel
Sie werden auf der Suche nach einem Liebling sicher feststellen, dass es in vielen Zuchten - auch in sogenannten Hobbyzuchten - keine Althunde gibt. Dies finden wir sehr bedauerlich und auch nachdenkenswert. Sie werden sicher schnell auf die Gründe kommen, warum manche Züchter keine Althunde in ihrem Haus dulden.
Leider stellt man immer wieder fest, dass aus einst seriösen Hobbyzuchten inzwischen gewerbliche Vermehrungsanstalten geworden sind. Scheuen Sie sich nicht, sich die Papiere der Mütter zeigen zu lassen; darin finden Sie die Anzahl der Würfe, oder erkundigen Sie sich bei dem Zuchtbuchamt des Vereins.
In manchen Zuchten erscheinen immer wieder - in regelmäßigen Abständen - neue Rüden. Ein Rüde, der sich im Umgang mit seinen Damen, der sich im Deckakt, im Rudelleben und sich in der Aufzucht der Welpen und in der Vererbung bewährt hat wird nicht in kurzer Zeit ersetzt werden.
Eine Hobbyzucht zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass sie die Wurfanzahl im Jahrauf maximal zwei Würfe begrenzt ist, sondern auch dadurch, dass Hündinnen und Rüden auch in ihrem Zuhause altwerden dürfen und nicht dann abgegeben werden, wenn sie zur Zucht nicht mehr eingesetzt werden.
Wenn man erlebt hat, wie sich ein gesamtes Rudel um die Aufzucht der Welpen kümmert, wie liebevoll Großeltern und auch Urgroßeltern mit den kleinen Moppeln umgehen, aber auch aktiv an der Erziehung der Welpen teilnehmen, ist man sich sicher den Welpen das Beste an Sozialisation mit auf den Weg gegeben zu haben: Rudelsozialisation und Menschensozialisation.

Die Uroma begutachtet die Urenkel
Da unsere in der Zucht eingesetzten Hündinnen oder Rüden eben auch Rudelmitglieder bleiben, wenn ihre aktive Zeit vorbei ist, bitten wir Anfragen nach Hunden, die aus der Zucht genommen worden sind, zu unterlassen.
Hündinnen und Rüden, die uns die Freude gemacht haben, in unserem Heim Welpen zur Welt zu bringen und aufzuziehen, gehören zu und in unser Rudel - auch Althunde mit ihren grauen Erscheinungsbild und ihren - möglicherweise - altersbedingten Gebrechen. Sie beteiligen sich rege an der Welpenaufzucht und Welpenerziehung.
Jeder Mensch, der einen Mops in Würde und Liebe hat altern sehen, wird sich mit Freude und Tränen in den Augen an die vielen wunderbaren Momente erinnern, die man gemeinsam erlebt hat.